Resilienz - die Schutzfaktoren

Warum verfügen manche über diese innere Widerstandskraft und andere nicht? Psychologen, Pädagogen, Neurowissenschaftler, Genetiker, Säuglings- und Verhaltensforscher arbeiten an Antworten auf diese Frage. Zweifelsohne hat jeder Mensch ein gewisses Maß an innerer Stärke in den Genen verankert. Viel trägt in den ersten zehn Lebensjahren auch die Familie durch ihre Handlungsweise dazu bei, ob man z.B. Herausforderungen als Chance begreift.

Einig sind ist sich die Wissenschaft in folgendem Punkt: Je mehr Schutzfaktoren ein Mensch hat, umso widerstandsfähiger ist er. Manche dieser Kräfte sind, wie eben beschrieben, angeboren, andere werden im Laufe des Lebens erworben. Von große Bedeutung ist auch der Schutz durch die Umwelt bzw. das Umfeld.

Wichtige zentrale Schutzfaktoren

- Eine dauerhafte und verlässliche Beziehung zu mindestens einer Bezugsperson sowie das Vorhandensein eines Vorbildes. Resiliente Menschen zeichnet die Fähigkeit aus, verlässliche soziale Bindungen aufzubauen und sich Unterstützung zu suchen, um mit Krisen fertig zu werden. Es sollte mindestens eine Bezugsperson geben, die mit dem Betroffenen daran glaubt: „Es wir weitergehen. Es wird ein gutes Ende nehmen.“ Wer im Leben eine sichere Verbindung erfahren hat, kann Anderen schneller vertrauen und eine solche Bezugsperson finden.

- ein kontaktfreudiges Temperament

- Optimismus

- seelische Ausgeglichenheit

- Durchsetzungsfähigkeit

- Humor

- Dankbarkeit für das Schöne im Leben

- Überzeugung: Positive Visionen vom Leben danach zu haben, Zukunftspläne zu machen, nie aufhören, die Welt mitsamt ihren eigenen Problemen als sinnvoll zu verstehen,

- Selbstwirksamkeit: An sich selbst zu glauben. An die seine Fähigkeiten glauben, aus eigener Kraft etwas bewegen zu können. Sich selbst wertschätzen.